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Daten und Fakten
Oberfläche:
9.302 Hektar

Provinzen:
Bozen, Trient

Die wichtigsten Gipfel:
Antermoi (3.002 m)
Rosengartenspitze (2.981 m)
Cima Scalieret (2.887 m)
Croda di Lausa (2.876 m)
Latemartürme (2.842 m)
Cima Val Bona (2.822 m)
Molignon (2.820 m)
Vajolettürme (2.813 m)
Rotwand (2.806 m)
Eggentaler Horn (2.799 m)
Schenon (2.791 m)
Roterdspitz (2.580 m)
Santner Spitze (2.413 m)

Schutzgebiet:
Naturpark Schlern-Rosengarten				
Auswahlkriterien

Warum wurden Schlern, Rosengarten und Latemar ins Unesco-Welterbe aufgenommen?

Ästhetisch-landschaftliches Kriterium

Viele Naturphänomene wie senkrechte Felswände und nackter Fels. Die wichtigsten morphologischen Komponenten der landschaftlichen Struktur sind bestens dargestellt: breite Sockel, mächtige Schutthalden, weitläufige Hochflächen, hohe, steil aufsteigende Felswände. Die große ästhetische Bedeutung wurde auch in der Literatur und in den bildenden Künsten erwähnt.

Geologisch-geomorphologisches Kriterium

Zahlreiche Schichtenabfolgen und Fossilien. Geologische Vielfalt innerhalb des Systems und gegenüber anderen Systemen: typische Dolomitenlandschaft, geformt vom Klima und von Massenbewegungen.

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Schlern-Rosengarten, Latemar

Die bunten Berge

Die Rotwand in der Rosengartengruppe – fotografiert bei Sonnenuntergang | Autor: Manrico Dell'Agnola Schlern, Rosengarten und Latemar bilden das siebte der neun Dolomiten-Systeme, die von der Unesco zum Welterbe erklärt wurden. Das Gebiet bildet die Grenze zwischen Südtirol und Trentino, allein der Schlern liegt ausschließlich auf Südtiroler Boden. Dieses System fasziniert durch sein weltweit bekanntes, spektakuläres Aussehen und die große geologische Bedeutung.

Blick auf die Vajolettürme – fotografiert in der Nähe der Gartlhütte | Autor: Mario Vidor Das siebte Welterbesystem kann in zwei unterschiedliche Gebiete unterteilt werden, die unzählige spitze Türme, schwindelerregende Felsnadeln und große Felswände gemeinsam haben, die je nach Tageszeit durch das wechselnde Farbenspiel von rosa über rot bis violett beeindrucken: Schlern und Rosengarten einerseits und Latemar andererseits. Das Bergmassiv des Schlerns und des Rosengartens überragt das Tierser und das Eisacktal im Nordwesten, während es im Süden vom Fassa- und Durontal begrenzt wird. Der Rosengarten präsentiert sich mit seinen drei spektakulären Vajolettürmen als unendliche Reihenfolge spitzer Gipfel und Nadeln, Reste eines alten Riffkörpers, der vor ca. 240 Millionen Jahren zum offenen Meer wuchs.

Der Rosengarten, das sagenhafte Reich des Zwergenkönigs Laurin, ist durch die Roterd-Scharte mit dem Schlernmassiv verbunden. Je nach Blickwinkel ändert diese Gebirgsgruppe ihr Aussehen: Von Bozen aus erscheint sie als riesiger Monolith mit ebenem Dach, vor dem die zwei Gipfel Santner und Euringer Spitze emporragen, betrachtet man sie von der Seiser Alm zeigt sie sich in all ihrer Größe und Erhabenheit mit Schluchten und tiefen Einschnitten und als große Böschungsfläche, die in den weichen, grasbewachsenen Almweiden übergeht. Die Westseite des Rosengartens zeigt eines der am besten erhaltenen tropischen Riffe.

Die dritte Gruppe bildet der Latemar, ein ehemals isoliertes Riffatoll, das durch den Karerpass vom Rosengarten getrennt wird und sich zwischen dem Fleimstal im Trentino und dem Eggental in Südtirol erstreckt. Die hellen Riffkalke, die horizontalen Schichtflächen, die Böschungen und die vielen Türme spiegeln sich in den wunderschönen Gewässern des Karersees.

Morphologie und Geologie

Aus morphologischer Sicht präsentiert sich der Schlern wie ein Bollwerk aus Dolomitgestein, während der Rosengarten eine scheinbar unendliche Reihenfolge spitzer Gipfel und Nadeln aufweist. Der Latemar besteht aus hellem Kalk- und Dolomitgestein. Gut sichtbar im Unesco-System Schlern-Rosengarten und Latemar ist die starke tektonische Zerlegung des Gebirges, die für die große Formenvielfalt verantwortlich ist. Im System findet man verschiedene Gesteinsformen. Außerdem erkennt man, dass die unterschiedlichen Landschaftsformen auf Vergletscherungen in der Vergangenheit und auf verschiedene Massenbewegungen zurückzuführen sind.

Aus geologischer Sicht ist das Unesco-Welterbe Schlern-Rosengarten, Latemar auf internationaler Ebene eines der bedeutendsten Forschungsgebiete der Ablagerungen in der Trias-Zeit, dank der leicht zugänglichen Aufschlüsse, des großen Fossilienreichtums auf der Seiser Alm und des Gesteinsaufbaus aus hellen Riffkalken und dunklen vulkanischen Ablagerungen.

Wussten Sie, dass…

Der Rosengarten verdankt seinen Namen der berühmten König-Laurin-Sage.

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