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Daten und Fakten
Oberfläche:
21.461 Hektar

Provinzen:
Belluno, Pordenone, Udine

Die wichtigsten Gipfel:
Cima dei Preti (2.706 m)
Duranno (2.652 m)
Cima Montanel (2.461 m)
Cridola (2.581 m)
Cima Monfalcon di Montanaia (2.548 m)
Spalti di Toro (Cadin di Toro 2.386 m)
Campanile di Val Montanaia (2.173 m)

Schutzgebiet:
Naturpark Friauler Dolomiten				
Auswahlkriterien

Warum wurden die Friauler Dolomiten und die Dolomiti d’Oltre Piave ins Unesco-Welterbe aufgenommen?

Ästhetisch-landschaftliches Kriterium

Zahlreiche nackte Felswände.

Geologisch-geomorphologisches Kriterium

Geologische Vielfalt innerhalb des Systems und gegenüber anderen Systemen. Typische Dolomitenlandschaft geformt vom Klima und von tektonischen und strukturellen Bewegungen. Viele Karstphänomene und Massenbewegungen.

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Friauler Dolomiten und Dolomiti d’Oltre Piave

Eine wilde Dolomiten-Gebirgskette

Die Friauler Dolomiten und Dolomiti d’Oltre Piave sind das vierte der neun Dolomiten-Systeme, die von der Unesco zum Welterbe erklärt wurden. Dieses Gebiet ist eines der unberührtesten und wildesten Gegenden der Dolomiten und befindet sich im östlichsten Teil des Welterbes, zwischen den Provinzen Belluno in Venetien und Pordenone und Udine in Friaul-Julisch Venetien.

Der Campanile di Val Montanaia im Spätsommerhimmel – Gemeinde Cimolais/Nationalpark Friauler Dolomiten | Autor: Marianna Corona Das System wird begrenzt vom oberen Bereich des Flusses Tagliamento, vom Val Tramontina und vom mittleren Val Cellina. Die kompakte Gebirgsgruppe wird von imposanten Felsmassiven und langen und engen Tälern begrenzt, die ungeahnte und wunderschöne Landschaften in sich bergen, die im Schutzgebiet des Naturparks Friauler Dolomiten liegen. Diese Kette verläuft von Norden nach Süden und umfasst mehrere Felsmassiven: Monte Cridola, Monfalconi , Duranno-Cima Preti , Spalti di Toro mit dem einsam aufragenden und berühmten Felsturm Campanile di Val Montanaia, das Wahrzeichen dieser Berge, und der Cima Cadin degli Elmi, die ein großes Becken mit ausdehnten Moränen bildet.

Morphologie und Geologie

Aus morphologischer Sicht wurde das Unesco-Welterbe Friauler Dolomiten und Dolomiti d’Oltre Piave kaum oder gar nicht vom Menschen beeinflusst. In diesem Gebiet kann man Felswände und Talkessel, Türme, dünne Felsnadeln, die zum Himmel ragen, und kleine Felsvorsprünge bewundern, die sonst nirgendwo zu finden sind. Die Landschaft präsentiert sich wie in einem geologischen Lehrbuch: Im Gebirge sind die Reste eiszeitlicher Überprägungen, Schutthalden und -kegel unterhalb der höchsten Gipfel, Massenbewegungen und weitere geomorphologische Phänomene sichtbar. Ein wichtiges Beispiel geologischer Vielfalt gegenüber anderen Systemen auf globaler Ebene ist der Erdsturz des Vajont.

Aus geologischer Sicht ist das 4. Unesco-Welterbesystem von geschichtetem Dolomitgestein geprägt, das für die Forschung der Entwicklungsgeschichte der Dolomiten sehr nützlich ist. Das Hauptdolomit ist das am weitesten verbreitete Gestein, darüber hinaus findet man auch das Dolomit von Forni, eine Ablagerung der Jura-Zeit und jüngster Zeiten. Zahlreiche klimatische und tektonische Prozesse führten zur Fragmentierung des großen Wattenmeers aus Hauptdolomit während der Jura-Zeit und ließen die kleinen Schollen in große Meerestiefen versinken: Davon zeugen noch heute die Schichtenabfolgen im Val di Suola.

Wussten Sie, dass…

Auch in den Friauler Dolomiten wurden Dinosaurier-Fossilien entdeckt. Charakteristisch ist außerdem das Erosionsphänomen der “Libri di San Daniele” auf dem Monte Borgà: Tausende, in Stein gehauene Bücher bilden eine Bibliothek, die eine Millionen alte Geschichte erzählt.

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